Aktuelles

Vernetzung mit dem Podcast “Aus der Kissenburg” von Aspec* Göttingen

Am 24.10. fand das erste Vernetzungstreffen von ACE AROund the Cake mit dem Aspec* Podcast “Aus der Kissenburg” aus Göttingen statt. Es war sehr spannend, sich über die verschiedenen Arbeitsweisen und generell über die Podcastarbeit auszutauschen: Wie sammelt ihr Eure Ideen für neue Folgen, wie geht ihr mit unterschiedlichen Soundqualitäten bei der Aufnahme um und wie oft habt ihr schon vergessen, den Startknopf der Aufnahme zu drücken? Und wer weiß, vielleicht klappt es ja im Januar mit einem live-Treffen 🙂

FBM: Fun, Bücherliebe, Miteinander: ACE AROund the Cake auf der Frankfurter Buchmesse

Am 18. Oktober war es soweit: Ein Teil unseres Podcastteams traf sich in Frankfurt, um der alljährlichen, weltbekannten Frankfurter Buchmesse einen Besuch abzustatten. Angekommen am Freitagnachmittag wurde dem Tourianteil aus Bayern erst einmal Frankfurts Sehenswürdigkeiten, wie der Dom, die Hauptwache, der Römer und die neue Altstadt am Main kulturell näher gebracht, um anschließend den Abend bei Hummus mit Hummus und Humor ausklingen zu lassen. Allerdings nicht, ohne den berühmt-berüchtigten Apfelwein zu verköstigen.

Mit dem Ausblick, mögliche Podcast-Kooperationen an Land zu ziehen, wurden Pläne geschmiedet, die am Samstag anwesende Autorin Jana Crämer, die in ihrer Biografie u. a. die Themen Asexualitat und Aromantik verarbeitet, kennenzulernen. Mit dieser Mission starteten wir am Samstag mit einer morgendlichen Visitenkarten-Design Aktion in den Tag. Anstatt uns wie alle Besucher*innen auf die Bücher zu stürzen, druckten wir Podcast-Visitenkarten im Copy Shop. 

Auf der Messe angekommen, startete unser Erlebnis mit einem Gespräch über Black Feminism in Fiction and Non-fiction; einem Interview mit den Gäst*innen: Akwugo Emejulu und Dominique Haensell. Im Anschluss wagten wir uns in Halle 3.0, wo alle Verlage ihre Stände hatten und wurden in ein Bücherversum gesogen…. Aber ebenso in einen Besucher*innen-Strom, der uns, eine Stunde darauf, zur Flucht mit Kaffee & Crêpes-Suche trieb. 

Dann stand eine sehr interessante Lesung vom Buch “Introvertiert, na und?” von Saskia Fröhlich an, bei der uns die Hürden und Beschränkungen unserer patriarchalen, eher Extrovertiertheit fördernden Gesellschaft wieder einmal vor Augen geführt wurden. Nach einem erneuten Wagnis in die Halle 3 brauchten wir eine wohlverdiente Stärkung, denn schon bald begann die Verleihung des TikTok Book Awards u.a. mit Jana Crämer. Der Harmoniesaal war voller Menschen gemischten Alters: die BookTok Community, aber auch die alten Bücherwürmer, die unter der Abkürzung “lit” (TikTok Wort für angezündet, genial, hammer) noch Literatur verstehen. Im allgemeinen Getümmel nach der Verleihung, schafften wir es, unseren Podcast und unser Anliegen vorzustellen und stießen bei Jana auf herzliche, sofortige Begeisterung sowie echtes Interesse an einer Zusammenarbeit.

Diese offen-authentische Begegnung wurde mit Kinderpunsch und Döner gefeiert, um den Abend ausklingen zu lassen. Was für ein eindrucksreicher, Perspektiven-öffnender Podcastausflug!

Stadt, Land, Queer-Camp 2024

Vom 20.-22. September waren Franca und Lotta beim “Stadt, Land, Queer”-Camp in der Nähe von Fulda. Das “Stadt, Land, Queer”-Camp ist ein Vernetzungstreffen für queere Menschen aus ganz Hessen, an dem dieses Jahr etwa 30 Menschen teilgenommen haben. Neben den vielen tollen Gesprächen, Austauschmöglichkeiten für Aktivismus, köstlichen veganen Essen, queer Spa und Sauna gab es natürlich auch einige Workshops und Vorträge: Verschiedene Teilnehmer*innen haben Themen mitgebracht und Inputs vorbereitet. Es gab u.a.einen Einführungskurs in die deutsche Gebärdensprache, Austausch zu Queerer Bildungsarbeit sowie Neurodiversität & Queersein, einen Vortrag zu psychischen Wohlbefinden & Achtsamkeit sowie zu sexueller Gesundheit für TIAN* Personen. Auch Franca und Lotta haben unsere Podcastarbeit vorgestellt und einen Workshop zu Amatonormativität gegeben. In dem Workshop ging es darum, verschiedene Perspektiven auf Amatonormativität aufzuzeigen und gemeinsam mit den Teilnehmenden lösungsorientierte Herangehensweisen zu erarbeiten. 

Leider war das Wochenende viel zu kurz – nach den zwei Tagen war jede*r traurig, dass es schon Zeit für die Abreise war. Doch wir freuen uns sehr, dass wir einige Menschen bei der “Stadt, Land, Queer”-Vollversammlung im November wiedersehen!

AktivistA-Konferenz 2024

Vom 13.-15. September war unser Podcastteam bei der AktivistA-Konferenz im queeren Zentrum Weissenburg in Stuttgart zu Gast. Die Konferenz wurde seit 2015 jährlich vom Verein zur Sichtbarmachung des asexuellen Spektrums (AktivistA) ausgerichtet, sodass wir dieses Jahr mit leckerem Schokokuchen schon das zehnjährige Jubiläum feiern konnten. Für uns ist die AktivistA-Konferenz nicht nur ein Treffpunkt für ca. 40 aspec* Personen, sondern auch eine Möglichkeit, sich als Podcastteam mit anderen engagierten Menschen zu vernetzen.

Nach einer entspannten Übernachtung in einer riesigen Dachbodenwohnung eines gemütlichen Hostels begann der Samstag mit einem spannenden Vortrag über eine Studie zum Thema Konversionstherapien, die von Klemens Ketelhut vorgestellt wurde. Im Anschluss an die leckere Pizzapause erzählte Eggy uns von ihrer Faszination für asexuelle Comics. Nachmittags präsentierte Juju Jujus Diskursanalyse des deutschsprachigen Aven-Forums und nach der obligatorischen Kuchenpause durften auch wir unseren Beitrag mit dem Titel „A*Promise of Happiness“ präsentieren. Lotta hatte sich in einer Seminararbeit bereits vor einigen Jahren mit dem Konzept der Happy Objects von Sara Ahmed beschäftigt und dieses aus asexueller und aromantischer Perspektive betrachtet. Konkret ging es in unserem Vortrag darum, wie Glücksvorstellungen bzw. Vorstellungen von einem guten Leben gesellschaftlich normiert sind und, inwiefern dies für aces und aros eine Herausforderung sein kann. So ist zum Beispiel der Gedanke an ein Leben in einer romantischen Paarbeziehung inklusive Heirat und Kinder zwar gesellschaftlich eine Vorstellung, die viele Personen mit Glück verbinden, auf aromantische und asexuelle Personen trifft dies jedoch nicht zwangsläufig zu.

Abends gab es dann noch ausreichend Möglichkeit, sich über A-Themen zu unterhalten und besser kennenzulernen. Und auch am nächsten Tag saßen wir noch einige Stunden gemeinsam im queeren Zentrum, um das lange A-Wochenende ausklingen zu lassen. Wir danken AktivistA für die Organisation und freuen uns schon sehr aufs nächste Jahr!